
So, die erste Nacht nach der OP hat Lena gut überstanden. N ur fressen mag sie nicht, auch nicht trinken. Die extra für sie gekochte Portion Reis mit Hühnerfleisch wurde auch verweigert. Merlin hing schon vor lauter Gier die Zunge heraus. Aber es war ja Lenas Portion. Erst als ich sie mit der Hand gefüttert habe, mochte sie das

Hähnchenfleisch , der Reis wurde mit der Zunge in der Gegend herumgeschleudert und fand sich im ganzen Flur wieder. Als wir sie inden Garten führten, sah sie aus, als wenn ihr letztes Stündlein geschlagen hätte. Als das Zauberwort "Auto Fahren" erwähnt wurde, fand eine wundersame Heilung statt und sie konnte plötzlich Treppen steigen und zur Haustür hasten, um úngeduldig auf die AUsfahrt zu warten. Leider führte die nicht zur Tante Else zum Kaffeeetriken, sondern zum Tierarzt. Der war recht

zufrieden ,mit ihr und die Kanüle wurde gezogen. Im Moment frißt sie nur ausgesuch te Köstlichkeiten, meist aus der Hand. Merlin versteht inzwischen die Welt nicht mehr. Alleine mußte er heute den Morgenspaziergang un tern ehmen, es war nur halb so lustig, er konnte ja die Lena nicht ärgern. Mittags war er mit Sabine und Emma untewegs. Abend bin ich mit ihm um den Golfplatz gelaufen, auch da latschte er entweder vor mir her, oder direkt hinter mir. Glücklicherweise haben wir dann noch Melli vom Bauernhof getroffen, eine Labradorhündin, mit der konnte man wenigstens spielen und etwas seine Unlust vergessen. Als er dann endlich wieder bei seiner Lena war, war die Wiedersehensfreude groß. DIe Ohren wurden ihr abgeleckt, auch die Lefzen und Lena ließ alles angewidert über sich ergehen.